Immer mehr Heimwerkerinnen

Ein positives Signal kommt aus den Baumärkten. Früher wurden die Läden vorwiegend von Männern, die im Schlepptau mit ihren Ehefrauen kamen, bevölkert. Dieses Bild hat sich im Laufe der letzten Jahre deutlich geändert.
Es gibt nicht mehr nur Heimwerker, sondern mittlerweile immer mehr Heimwerkerinnen. Frauen erobern nicht nur den DIY-Bereich, sondern wagen sich auch an komplexe und umfangreiche Sanierungen heran. Immer öfters ist genau das zu beobachten. Frauen und Sanierung, sind also kein Widerspruch mehr. Das liegt vielleicht auch daran, dass immer mehr Frauen selbstständig sind und ein eigenes Einkommen haben. Fast 28 Prozent der Damen leben allein, der Mann im Haus fehlt. Auch das dürfte einen Einfluss auf die Entwicklung der letzten Jahre haben.

Frauen als Heimwerker

Dabei reicht die Spannweite von kleineren Reparaturen bis hin zu großen Sanierungsobjekten. Selbst die Badsanierung für Frauen ist kein fremdes Thema mehr. Ganz im Gegenteil. Genauso wie Männer wagen sie sich mittlerweile an aufwendige Arbeiten, die früher nur von Männern ausgeführt wurden.
80 Prozent der Frauen erledigen heute selbstständig die Arbeiten im Haus und auch im Garten. 75 Prozent malen und tapezieren. 55 Prozent nehmen auch mal eine Bohrmaschine in die Hand. Sind Frauen nun erwachsen geworden oder einfach nur maskulin?
Trends wie DIY und Upcycling haben den Trend natürlich befeuert und sorgen dafür, dass Frauen immer mehr wagen und nicht mehr einfach nur ein Beauty-Accessoire sind.

Es klappt

Dabei überrascht vor allem, dass die Heimwerker Tätigkeiten bei den Damen durchweg besser ausfallen als bei den Herren. Natürlich gibt es hier und da einige Startschwierigkeiten, aber danach läuft es und dass sogar ziemlich erfolgreich. In den Baumärkten gibt es sogar mittlerweile direkte Kurse für Frauen, die dort das wichtigste fürs Heimwerken erlernen können. Dabei sieht es danach aus, als ob eigentlich Männer mittlerweile solche Kurse brauchten.

Werkzeuge für Frauen

Der Markt entwickelt sich erst langsam. Frauen haben weniger Kraft, kleinere und kürzere Arme. Ein Nachteil. Bisher … Denn der Markt hat das Potenzial längst erkannt und bietet nicht nur den Rosa-Hammer zum Kauf, sondern ganz spezielles Frauenwerkzeug an, mit denen die Damen noch professioneller tätig sein können. Selbst Bosch hat das erkannt und bietet eigene Frauenlinien an. Der rosa Bohrer ist für die Damen ein wenig leichter und handlicher. Auch der Akkuschrauber ist auf Frauen ausgerichtet und natürlich ebenfalls in Rosa zu bekommen.
Auch wenn die Farbe auf Männer befremdlich wirkt, sei gesagt, es handelt sich um Qualitätswerkzeug, das sieht man nicht nur beim Preis, sondern auch bei der Handhabung.