Eine Cleopatra auf dem Leopardenfell, Damen in Schwarz vor dem Dom, verschneite Straßen in Mailand, Abendlicht über der Lagune: Mosè Bianchi war einer der großen Maler Norditaliens im 19. Jahrhundert. Hier findest du sein Leben, seine schönsten Bilder und seine Cleopatra als Kunstdruck.
Mosè Bianchi1840–1904 · nach einem zeitgenössischen Bildnis
1840–1904geboren und gestorben in Monza
1865Cleopatra
1898Direktor in Verona
280 g/m²dickes Fine Art Papier
Mosè Bianchi: der Maler aus Monza
Mosè Bianchi gilt als einer der wichtigsten Maler der Lombardei im 19. Jahrhundert. Er wurde am 13. Oktober 1840 in Monza geboren und starb am 15. März 1904 in seiner Heimatstadt. Bianchi war Maler und Grafiker und malte Genrebilder, Stadtansichten, religiöse und historische Szenen, Porträts und stimmungsvolle Landschaften.
Er steht zwischen den Zeiten: ausgebildet in der Tradition der Akademie, aber offen für einen freieren Pinselstrich und ein helles, fast impressionistisches Licht. In Italien gilt er als zentrale Figur einer „Schule von Monza“ und als Wegbereiter der Mailänder Moderne.
Herkunft, Ausbildung und Risorgimento
Bianchi stammte aus einer Malerfamilie. Sein Vater Giosuè malte Porträts und religiöse Bilder, seine Neffen Pompeo Mariani und Emilio Borsa wurden ebenfalls bekannte Künstler. 1856 zog die Familie nach Mailand, wo Mosè an der Accademia di Brera bei Giuseppe Bertini studierte.
Während des Studiums unterbrach er die Ausbildung, um im Zweiten Unabhängigkeitskrieg 1859 für ein geeintes Italien zu kämpfen. Danach kehrte er an die Brera zurück und fiel bald auf. Ein Stipendium führte ihn 1867 nach Venedig, 1869 reiste er nach Paris. Venedig schärfte seinen Blick für Licht und Wasser, Paris brachte ihn mit modernen Malweisen in Kontakt.
Grafik
Mosè Bianchi auf einen Blick
1840Geburt am 13. Oktober in Monza
1856Studium an der Brera in Mailand
1859Kämpft für die Einheit Italiens
1865„Cleopatra“
1867Stipendium für Venedig
1872„Im Dom von Monza“
1898Direktor der Accademia Cignaroli, Verona
1904Tod am 15. März in Monza
Scapigliatura: Aufbruch in Mailand
Bianchi stand der Mailänder „Scapigliatura“ nahe, einem Kreis von Malern und Dichtern, der sich gegen starre Regeln und bürgerliche Konventionen wandte. Die Scapigliati suchten neue Ausdrucksformen, mal düster, mal poetisch und voller Licht.
In Bianchis Bildern zeigt sich diese Haltung nicht als Revolution, sondern als Befreiung im Detail. Er malte oft noch klassische Themen, löste aber die akademische Härte auf: lebendige Pinselstriche, fein abgestimmte Töne und ein offener Blick auf Menschen und Städte.
Die schönsten Mosè Bianchi Bilder
Diese Werke zeigen die ganze Spannweite des Malers, von eleganten Damen bis zur Lagune. Die Cleopatra gibt es bei uns schon als Kunstdruck, die übrigen Motive drucken wir gern auf Anfrage.
I
Im Dom von Monza
1872
Frauen mit schwarzen Schleiern sitzen im Halbdunkel des Doms, durch das Kirchenschiff fällt gedämpftes Licht. Ein Bild voller Andacht und Stille aus Bianchis Heimatstadt.
Eine elegante Dame sitzt am Klavier, auf ihrer Schulter ein leuchtend grüner Papagei. Seide, Spitze und ein wacher Blick: Bianchi als Maler der feinen Gesellschaft.
Cleopatra lehnt auf einem goldenen Polster, den Arm hinter dem Kopf, über ihren Knien ein Leopardenfell. Ihr Blick ist selbstbewusst und fast herausfordernd. Ein sinnliches, dunkel leuchtendes Bild für Wohnzimmer oder Schlafzimmer.
Ein großer Teil von Bianchis Werk sind Ansichten von Städten. In Monza malte er Plätze, Gassen, den Dom und Winterbilder mit Schnee. In Mailand interessierte ihn die neblige, städtische Stimmung. In Venedig und im Fischerort Chioggia fesselten ihn Kanäle, Boote und das Licht auf dem Wasser am Morgen und am Abend.
In diesen Bildern werden die Formen freier, die Farben lockerer. Bianchi interessiert nicht mehr jedes Detail, sondern Wetter, Licht und Stimmung. Häufig wählt er einen leicht erhöhten Blickpunkt, Figuren setzt er mit wenigen Strichen, doch sie wirken lebendig.
Fresken, Ruhm und späte Jahre
Bianchi malte auch große religiöse und historische Bilder und schmückte Kirchen mit Fresken, die seinen Ruf in Monza festigten. Er stellte regelmäßig an der Brera aus und war auf der Weltausstellung in Wien 1873 vertreten. 1898 wurde er Direktor und Lehrer an der Accademia Cignaroli in Verona.
Eine schwere Krankheit im Dezember 1899 beendete seine Arbeit. Er kehrte nach Monza zurück, wo ihn seine Frau Carolina Marignani pflegte. Nach seinem Tod 1904 wurde er in seiner Stadt so verehrt, dass man ihm später ein Denkmal errichtete. International wird Mosè Bianchi heute neu entdeckt, durch Ausstellungen, Auktionen und Kunstdrucke.
Mosè Bianchi Bilder im Zuhause
Wohnzimmer: Die Cleopatra mit ihren warmen Gold- und Rottönen wird zum Blickfang über Sofa oder Kommode.
Schlafzimmer: Ein sinnliches, ruhiges Motiv, das gut zu dunklen Wänden und weichen Stoffen passt.
Flur und Arbeitszimmer: Zusammen mit Motiven aus Mythologie und Dark & Okkult entsteht eine Wand voller großer Frauengestalten.
Ein Goldrahmen unterstreicht die festliche Wirkung, ein schwarzer Rahmen macht das Bild moderner. Mehr Tipps findest du unter Bilder für Wohnung und Büro.
Kunstdruck statt Poster
Bianchis Farben leben von feinen Abstufungen, besonders in Haut, Stoffen und Schatten. Unsere Mosè Bianchi Kunstdrucke entstehen deshalb auf dickem, mattem Fine Art Papier mit 280 g/m². Es zeigt die Tiefe der dunklen Töne und spiegelt nicht. Die Größen beginnen bei 10×15 cm, Sondergrößen gibt es auf Anfrage. Mehr im Ratgeber Kunstdrucke kaufen.
Häufige Fragen zu Mosè Bianchi
Wer war Mosè Bianchi?
Ein italienischer Maler und Grafiker (1840–1904) aus Monza. Er malte Genrebilder, Stadtansichten von Monza, Mailand und Venedig, religiöse Szenen und Porträts.
Zu welcher Kunstrichtung gehört Mosè Bianchi?
Er war akademisch ausgebildet, stand aber der Mailänder Scapigliatura nahe. Seine späten Stadt- und Lagunenbilder sind fast impressionistisch.
Wann malte Mosè Bianchi die Cleopatra?
Das Gemälde wird auf 1865 datiert, eine frühe Arbeit aus seiner Mailänder Zeit.
Welche Größen gibt es für den Cleopatra Kunstdruck?
Mehrere Größen ab 10×15 cm auf Fine Art Papier mit 280 g/m², ohne Rahmen. Sondergrößen auf Anfrage.
Abbildungen der Gemälde: gemeinfrei, über Wikimedia Commons.
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