Ein Engel hält ein brennendes Schwert, eine Frühlingsgöttin streut Sterne von der Mondsichel, unter einer Kuppel thronen die Geister der Zivilisation: Edwin Blashfield malte große Ideen in leuchtenden Farben. Hier findest du seine Bilder als Kunstdruck und die Geschichte des Malers aus Brooklyn.
Wer in Washington den Lesesaal der Library of Congress betritt und nach oben blickt, sieht ein Werk von Edwin Blashfield. Um die Laterne der Kuppel sitzen zwölf monumentale Figuren, jede steht für ein Volk oder eine Epoche und das, was sie der Menschheit geschenkt hat. Das Wandbild „The Evolution of Civilization“ gilt als eines der Hauptwerke der amerikanischen Wandmalerei.
Edwin Blashfield war um 1900 der gefragteste Wandmaler der Vereinigten Staaten. Er schmückte Parlamentsgebäude, Gerichte, Kirchen, Hotels und Villen. Doch er malte auch kleinere Bilder voller Poesie, Engel, Allegorien und romantische Szenen, die heute als Edwin Blashfield Kunstdrucke viele Liebhaber finden.
Edwin Howland Blashfield wurde am 5. Dezember 1848 in Brooklyn geboren. Er begann zunächst ein Ingenieurstudium am Massachusetts Institute of Technology, entschied sich dann aber für die Kunst. 1867 ging er nach Paris und wurde Schüler des berühmten Porträtmalers Léon Bonnat. Bis 1881 blieb er in Europa, reiste durch Italien, studierte die Fresken der Renaissance und stellte im Pariser Salon aus.
Von der Staffelei an die Wand
Zurück in Amerika machte Blashfield zunächst mit Genrebildern auf sich aufmerksam. Der große Wendepunkt kam 1893 mit der Weltausstellung in Chicago: Er bemalte eine der Kuppeln im riesigen Gebäude für Industrie und freie Künste. Von da an wollte jede Stadt einen Blashfield. Es folgten die Library of Congress, die Parlamente von Iowa, Minnesota und Wisconsin, Gerichte in Baltimore, Cleveland und Newark und die Kathedrale St. Matthew in Washington mit einem Mosaik.
Blashfield entwarf sogar Geld: Die Zwei-Dollar-Note von 1896 aus der berühmten „Educational Series“ zeigt seine Allegorie der Wissenschaft, die Dampf und Elektrizität vorstellt. Von 1920 bis 1926 war er Präsident der National Academy of Design, der wichtigsten Künstlervereinigung des Landes.
Grafik
Edwin Blashfield auf einen Blick
1848Geburt am 5. Dezember in Brooklyn
1867Paris, Schüler von Léon Bonnat
1881Heirat mit Evangeline Wilbour
1893Kuppel auf der Weltausstellung Chicago
1896Zwei-Dollar-Note der „Educational Series“
1920Präsident der National Academy of Design
1927„Spring Scattering Stars“
1936Tod am 12. Oktober am Cape Cod
Der Stil von Edwin Blashfield
Blashfield gehört zur „American Renaissance“, einer Bewegung um 1900, die Amerikas neue Bauten mit Kunst im Geist der italienischen Renaissance ausstatten wollte. Seine Vorbilder waren die Freskenmaler Italiens und Franzosen wie Pierre Puvis de Chavannes und Paul Baudry. Seine Figuren sind edel, ruhig und klar, seine Farben hell und festlich, mit viel Gold, Himmelblau und Elfenbein.
Typisch sind Allegorien: Frauengestalten, die für Ideen stehen, für Gerechtigkeit, Wissenschaft, Musik, Frühling oder die Künste. Dazu kommen Engel, oft mit großen, farbig schimmernden Flügeln. Blashfield malte sie so, dass sie aus der Ferne an einer Kuppel wirken und aus der Nähe auf einer Leinwand.
Gemeinsam mit seiner ersten Frau Evangeline Wilbour schrieb er das Buch „Italian Cities“ und gab eine englische Ausgabe von Vasaris Künstlerbiografien heraus. Nach ihrem Tod 1918 heiratete er 1928 Grace Hall. Blashfield starb am 12. Oktober 1936 in seinem Sommerhaus am Cape Cod.
Ausgewählte Werke von Edwin Blashfield
Diese Bilder zeigen die poetische Seite des Wandmalers. Den „Engel mit dem Flammenschwert“ gibt es bei uns schon als Kunstdruck, die übrigen Motive drucken wir gern auf Anfrage.
I
Spring Scattering Stars
1927 · Der Frühling streut Sterne
Auf einer leuchtenden Mondsichel steht eine junge Frau im Sternenhimmel und streut Sterne wie Blüten über die Welt. Eines seiner schönsten späten Bilder, heute sehr beliebt.
Auf einer Marmortreppe nähert sich ein junger Mann einer Frau im blauen Gewand, ein kleiner Amor schaut zu. Eine heitere Szene im Geschmack der Antike.
Eine Frau sitzt mit der Laute auf einer Marmorbank, hinter der Balustrade lauschen Zuhörer. Ein Beispiel für die ruhigen, festlichen Allegorien, mit denen Blashfield Räume schmückte.
Tänzerinnen und geflügelte Gestalten schweben in zarten Pastelltönen über die Fläche. Der Entwurfscharakter zeigt, wie Blashfield seine Wandbilder plante.
Ein ruhiges, ernstes Bildnis seiner ersten Frau, mit der er Bücher über Kunst und Italien schrieb. Ein seltener persönlicher Blick in das Leben des Malers.
Ein Engel mit goldenen Flügeln hält ein Schwert, das wie eine Flamme lodert und den ganzen Körper erleuchtet. Ruhig, ernst und voller Kraft: ein Schutzengel für Flur, Schlafzimmer oder Arbeitsplatz.
Das flammende Schwert ist eines der ältesten Bilder der Bibel: Nach der Vertreibung aus dem Paradies bewacht ein Cherub mit flammendem Schwert den Weg zum Baum des Lebens. Später wurde der Engel mit dem Schwert vor allem mit dem Erzengel Michael verbunden, dem Beschützer und Kämpfer gegen das Böse.
Blashfield zeigt keinen kämpfenden Engel, sondern einen wachenden. Das Schwert ist zugleich Waffe und Licht, es leuchtet den Engel von unten an und taucht seine Flügel in warmes Gold. Gerade diese Ruhe macht das Bild so stark. Es passt in jedes Zuhause, in dem man sich ein Zeichen von Schutz und Zuversicht wünscht, und es ist ein schönes Geschenk zu Taufe, Einzug oder Neubeginn.
Blashfield Bilder im Zuhause
Blashfields Werke wurden für große, helle Räume geschaffen. Als Kunstdruck bringen sie diese festliche Stimmung auch in kleinere Wohnungen.
Flur und Eingang: Der Engel mit dem Flammenschwert neben der Tür begrüßt jeden Gast und wacht über das Haus.
Schlafzimmer: Spring Scattering Stars mit seinem tiefen Blau und dem goldenen Mond eignet sich wunderbar über dem Bett, besonders für Kinder- und Jugendzimmer.
Wohnzimmer: Zusammen mit anderen Motiven aus der Rubrik Religion oder Mythologie entsteht eine Wand voller Himmelsgestalten.
Ein Goldrahmen betont das Leuchten, ein schmaler weißer Rahmen lässt die Farben frisch und modern wirken.
Kunstdruck statt Poster: Qualität für leuchtende Farben
Blashfield malte mit schimmernden Farben und feinem Gold. Damit sie im Druck nicht stumpf werden, drucken wir unsere Edwin Blashfield Kunstdrucke auf dickem, mattem Fine Art Papier mit 280 g/m². Es gibt den Farben Tiefe und vermeidet Spiegelungen.
Die Größen reichen von 10×15 cm bis 60×80 cm, Sondergrößen auf Anfrage. Tipps zur Auswahl findest du im Ratgeber Kunstdrucke kaufen.
Blashfield malte für die Ewigkeit: für Kuppeln, Säle und Kirchen. Als Kunstdruck holst du dir ein Stück dieser lichten, feierlichen Kunst nach Hause.
Häufige Fragen zu Edwin Blashfield
Wer war Edwin Blashfield?
Ein amerikanischer Maler und Wandmaler (1848–1936) aus Brooklyn, bekannt für die Kuppel des Lesesaals der Library of Congress und viele Wandbilder in öffentlichen Gebäuden.
Was zeigt die Kuppel der Library of Congress?
Das Wandbild „The Evolution of Civilization“ mit zwölf Figuren für Völker und Epochen, die zur Entwicklung der Zivilisation beigetragen haben.
Wann entstand Spring Scattering Stars?
1927, als Blashfield bereits fast 80 Jahre alt war.
Welche Größen gibt es für die Blashfield Kunstdrucke?
Von 10×15 cm bis 60×80 cm auf Fine Art Papier mit 280 g/m², ohne Rahmen. Sondergrößen auf Anfrage.
Abbildungen der Gemälde und der Fotografie: gemeinfrei, über Wikimedia Commons.
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